AGS Future Cities - Guangzhou

A partnership for urban sustainability

Dieses von der "Alliance for Global Sustainability" unterstützte Nachfolgeprojekt beinhaltet die Weiterentwicklung und Umsetzung ausgewählter methodischer Ansätze, die im Rahmen des Projektes "AGS Future Cities: Toward Sustainable Cities" entwickelt wurden. Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit MIT Boston, University of Tokyo, University of Hong Kong und der Stadtverwaltung in Guangzhou durchgeführt.

Das Projekt hat folgende Zielsetzungen:

  • Unterstützung der Stadtverwaltung in Guangzhou im Umgang mit Stadtentwicklungsaufgaben in den Bereichen Verkehrsplanung, Wohnversorgung, Stadtentwässerung und Stadterneuerung. Dabei werden die von den Forschungsteams der "Future Cities" Gruppe entwickelten Methoden und Instrumente auf die obenerwähnten Bereiche angewandt und weiterentwickelt.
  • Aufbau einer Forschungspartnerschaft zwischen Nord und Süd, mit dem Ziel des "capacity building", ausgerichtet auf den Informationsaustausch und Know-how-Transfer und die Unterstützung von transdisziplinären Entscheidungs- und Umsetzungsprozessen im Bereich der Stadtplanung- und -entwicklung.

Das ETH Wohnforum – ETH CASE koordiniert das Gesamtprojekt und begleitet eine Gruppe aus der Stadtverwaltung Guangzhou in der Entwicklung eines Modells der "sanften" Stadterneuerung, die den bestehenden räumlichen, ökonomischen, kulturellen und sozialen Strukturen Rechnung trägt. Das Modell wird im Rahmen der Sanierung von "Zhu Village", einem neu eingemeindeten Stadtteil mit 11'000 EinwohnerInnen, erarbeitet, erprobt und evaluiert. Das bearbeitete Themenspektrum umfasst u.a. die Erhaltung historischer Bausubstanz, Gebäudeerneuerung, biologische Methoden zur Wasserreinigung im Zusammenhang mit den Qualitäten öffentlicher Räume. 

Zhu Village ist eines von rund 140 sogenannten "Dörfern in der Stadt" in Guangzhou. Die rasante Entwicklung und das damit verbundene Wachstum haben dazu geführt, dass viele dieser Dörfer in der Vergangenheit niedergewalzt wurden, um Autobahnen und Hochhäusern Platz zu machen. Dorfbewohner wurden an die Stadtgrenze umgesiedelt, Kleingewerbe, soziale Strukturen und historisch gewachsene Qualitäten zerstört. Das Projekt sucht die Möglichkeiten eines neuen, nachhaltigeren Umgangs mit gebauter Stadt- und Dorfgeschichte zu illustrieren.

Laufzeit: 
2000 bis 2004