Seminarwoche HS 18

Seminarwoche HS 18 22. bis 27. Oktober 2018 in Mosambik
 
Formalizing the Informal: Incremental Housing as National Strategy
Seit Anfang dieses Jahres arbeitet das ETH Wohnforum - ETH CASE eng mit UN-Habitat zusammen, um sein Lehrangebot besser an die internationale Herausforderung des Wohnbaus und dem damit verbundenen Aufgabenprofils des Architekten anzupassen. Im Zuge dieses Bestrebens wurde ein Innovedumprojekt erfolgreich eingereicht, welches darauf abzielt, ETH-Studierende eine praxisbezogene und aktuelle Herausforderung des leistbaren Wohnbaus im Globalen Süden anzubieten. Für das Jahr 2018-19 ist das Partnerland Mosambik im Fokus und sein Bestreben eine nationale Wohnbaupolitik zu verabschieden, die informelle Praktiken anerkennt und in eine prozess-orientierten Wohnbaustrategie (incremental housing strategy) einbettet. Dieser gewagte Schritt bedarf komplett neuer Ansätze in den Bereichen Architektur, Wohnbaufinanzierung, Stadtplanung und Governance.
 
Wir laden ETH-Studierende herzlich ein an der Seminarreise nach Mosambik teilzunehmen, um Erfahrungen in Form von ersten Eindrücken, Projektvisiten und Vorlesungen (von Architekten, Zivilgesellschaft, Gemeinden, UN-Habitat) wie auch kleinere Gruppenübungen zu sammeln, welche später im zweiten Housing at the Centre (H@C) Workshop in Zürich vertieft und detaillierter ausgearbeitet werden (Frühjahr 2019). Die Teilnahme an beiden Seminarwochen ist nicht Pflicht, wird aber empfohlen, um die Lernerfahrung zu maximieren. Durch die direkte Involvierung von UN-Habitat und der Regierung von Mosambik ist es ein implizites Ziel, die besten Projektvorschläge in implementierbare Wohnbaustrategien auszuarbeiten.
 
Lernziel
Das Lernziel der Seminarwoche nach Mosambik ist es, Erfahrungen über und Eindrücke in die spezifische Wohbauherausforderung eines Partnerlandes zu sammeln. Die Kollaboration von ETH Wohnforum - ETH CASE und UN-Habitat wird nicht nur Einblicke in lokale Projekte, wichtige Akteure, sondern auch in aktuelle Prozesse der nationalen und internationalen Wohnbaupolitik (Policy in the making) gewähren. Teilnehmende Studierende werden im Laufe der Woche Reflexionkompetenzen entwickeln, die es ihnen in Zukunft besser ermöglichen, gebaute Umwelt und gelebte Wohnbaurealität mit grösseren Entwicklungsherausforderungen zu verknüpfen.
Eine zusätzliche Möglichkeit für das Aneignen dieser Kompetenzen bietet das Frühjahrsemester 2019, wo die Teilnahme an einem Workshop auf das Ausarbeiten von Projektideen und dem Entwickeln der notwendigen Designschritte abzielt, dass jede Entscheidung soziale, finanzielle, regulatorische, und städtebauliche Konsequenzen hat. Diese Lernerfahrung situiert die Architektur in ihrem weiteren Spannungsfeld und letztendlich den Architekten in seinem Tätigkeitsfeld und im Verbund mit weiteren Entscheidungsträgern und institutionellen Rahmenbedingungen. Diese Einblicke und das Schärfen von diesbezüglichen Reflexionskompetenzen stellen essentielle Eigenschaften für jede/n Architektin/Architekten dar, welche(r) sich mit spezifischen Wohnbauherausforderungen im 21. Jahrhundert befassen möchte.
 
Praktisches
Die Kosten der Seminarreise belaufen sich auf CHF 1500 inklusive Flug, Unterkunft und lokaler Transport. Ein Movetia-Antrag www.movetia.ch, würde im Erfolgsfall eine Reiseunterstützung von CHF 800 ermöglichen.
Die Unterrichtssprache ist Englisch, wobei das involvierte Lehrpersonal zusätzliche Erklärungen auf Deutsch geben kann wie auch die lokale Sprache (Portugiesisch) spricht. Alle Kontaktpersonen in Mosambik sprechen Englisch.
Die Einführung zur Seminarwoche findet am 1. Oktober 2018 statt (16-18h, HIT J 52), um logistische und praktische Fragen zu klären. Die Seminarwoche findet von Montag 22. bis Samstag 27. Oktober 2018 statt, wobei es die Möglichkeit und einen organisierten Programmvorschlag für eine Anreise ab 19. Oktober 2018 gibt.
Fragen beantwortet gerne Anthony Boanada-Fuchs: boanada-fuchs@arch.ethz.ch