Über uns

Wohnen als zentraler Lebensbereich steht in Wechselwirkung zu gesellschaftlichem und technologischem Wandel. Mit diesen Herausforderungen befassen wir uns am international ausgerichteten Forschungszentrum ETH Wohnforum – ETH CASE (Centre for Research on Architecture, Society & the Built Environment). In unserer Arbeit fokussieren wir uns auf die Gestaltung einer lebenswerten Wohnumwelt und nutzen dabei unsere langjährige Erfahrung auf dem Gebiet der Wohnforschung in der Schweiz und im Ausland. Resultat sind praxisnahe Lösungsansätze zur Gestaltung lebenswerter Städte und zu bezahlbarem und gutem Wohnungsbau.

Das Ziel unserer Arbeit ist es, Grundlagen, Strategien und anwendungsorientierte Lösungsvorschläge zu Fragen des Wohnens insbesondere der Qualität und Produktion von Wohnraum in Stadt- und Agglomerationsräumen zu erarbeiten. Wir verfügen über ausgeprägtes Expertenwissen in den Sozial- und Kulturwissenschaften, der Architektur- und Raumforschung sowie in der Entwicklung von Methoden und Instrumenten zur Analyse und Gestaltung des Siedlungsraums.

Das 1990 gegründete ETH Wohnforum – ETH CASE positioniert sich an der Schnittstelle zwischen akademischer Forschung, Praxis und gesellschaftlicher Vermittlung und verhilft zu Breitenwirksamkeit von Forschungsergebnissen. Wir arbeiten interdisziplinär und setzen auf das Zusammenspiel von gesellschaftlich-politischen und wissenschaftlich-analytischen Prozessen der Problemlösung. Dazu nutzen wir unser Fachwissen und unser breites Netzwerk an Akteuren. Gemeinsam definieren wir Handlungsfelder, reflektieren aktuelle Tendenzen und erarbeiten sowohl theoriegeleitete als auch praxisorientierte Lösungen zu den zentralen Fragestellungen des Wohnens und der Siedlungsentwicklung. Unsere Stärke liegt in der Miteinbindung der beteiligten Akteure, insbesondere der Sichtweise der Nutzerinnen und Nutzer.

Zu unseren Kooperationspartnern gehören öffentliche Institutionen wie Bund, Städte und Gemeinden, zivilgesellschaftliche Organisationen wie beispielsweise UN-Habitat, ebenso Genossenschaften, Verbände, NGOs und Stiftungen und auch Akteure aus der Privatwirtschaft. Wir werden beauftragt von Bund (BWO, BSV, ARE, BFE, BFK), Stiftungen sowie von freien Wirtschaftspartnern.

Unsere Forschungsprojekte werden unterstützt vom Schweizerischen Nationalfonds, der EU-Kommission, der Innosuisse (ehemals Schweizer Kommission für Technik und Innovation KTI), von Stiftungen und Wirtschaftsunternehmen.

Unsere Lehrangebote, beispielsweise das MAS ETH in Housing, richten sich an Studierende, Absolventen und Berufstätige aus Architektur, Wohnforschung, Städtebau und Planung.

Die globalen Herausforderungen für das Wohnen der Zukunft gestalten unsere Forschungsschwerpunkte am ETH Wohnforum – ETH CASE:

Wohnen und Wohnbedürfnisse im Wandel

  • Nachbarschaften und Fragen des Zusammenlebens
  • Wohnen in der zweiten Lebenshälfte
  • Auswirkungen von Migrationsbewegungen
  • Kooperative Wohnmodelle
  • Innovative Wohnformen
  • Hausbiografien

Lebenswerte Quartiere

  • Nachhaltige Quartiers- und Siedlungsentwicklung
  • Wohnqualitäten, Dichtequalitäten und Qualitäten der Wohnumwelt
  • Standortanalysen und Bedürfniserhebung

Politische Steuerungsprozesse und Governance in Planung und Wohnungswesen

  • Politiken und Strategien des Zugangs zu Wohnraum für benachteiligte soziale Gruppen
  • Modelle und Qualitäten des bezahlbaren Wohnungsbaus
  • Planung als kulturelle Praxis
  • Umsiedlung und Wiederaufbau im Globalen Süden